• Spanien – November 2016

Spaniens Inland – immer eine Reise wert

Der November ist eine ganz spezielle Reisezeit, die wir erst kürzlich für uns entdeckt haben. Während es zu Hause meist nass und grau ist, ist Europas Süden auch in dieser Zeit noch attraktiv für Reisende, die gerne draußen leben. Dieses Mal wollen wir Spanien entdecken, und zwar von einer Seite, die nicht so unmittelbar mit dem Land verbunden wird. Wir nehmen uns das Landesinnere vor, die Natur- und Nationalparks, weit weg von den Badestränden, Hotelburgen und Touristenzentren.
Der erste kleine Naturpark, den wir besuchen, ist der Sierra de Irta bei Santa Magdalena de Pulpis. Zum Ankommen ist die liebliche Landschaft perfekt: Von Steinmauern umsäumte Olivenhaine, die keineswegs monoton wirken, sondern abwechslungsreich daher kommen mit Johannisbrotbäumen, Kiefern, Stechginster Rosmarin und Mandelbaumgruppen.
Weiter geht es quer durch das Landesinnere Richtung Norwegen. Je dünner besiedelt die Landschaft wird, desto schwieriger wird es einen Übernachtungsplatz zu finden. So fahren wir besonders gerne immer wieder in Sackgassen hinein, die oben auf einem Berggipfel enden.
Oft werden solche Pisten im Winter als Skigebiet genutzt und sind im Sommer einsames Wandergebiet. Einmal wird aus der Piste ein Sturzbach, die Wolken werden immer dunkler, der Wind pfeift wie bei einer Polarexpedition. Aus der gemütlich warmen KORA heraus ist das Beobachten des extremen Wetters ein besonderer Genuss.
Weiter geht es die Trollstigen hinauf. Das erste Mal auf dieser Tour erleben wir sichtbaren Tourismus. Der Blick vom Aussichtspunkt Ørnesvingen auf den glitzernden Geirangerfjord ist atemberaubend und wir teilen ihn mit vielen anderen Besuchern. Anschließend haben wir das Bedürfnis wieder ein paar Tage an einem Ort zu bleiben. Fündig werden wir am Langfjorden bei Dale.
Wir stehen dort direkt am Wasser neben einem alten Schuppen, der als Ziegenunterstand dient. Bei Regen klettert die kleine Horde in das antike Gerümpel des Schuppens: alte Pferdeschlitten, eine Wolltrommel, Weinfässer, Wagenräder und Holz-Gerätschaften, deren Verwendung mir unbekannt ist. Einen Antiquitätenhändler würde es in den Fingern jucken.
Weiter geht es die Trollstigen hinauf. Das erste Mal auf dieser Tour erleben wir sichtbaren Tourismus. Der Blick vom Aussichtspunkt Ørnesvingen auf den glitzernden Geirangerfjord ist atemberaubend und wir teilen ihn mit vielen anderen Besuchern. Anschließend haben wir das Bedürfnis wieder ein paar Tage an einem Ort zu bleiben. Fündig werden wir am Langfjorden bei Dale.
Wir stehen dort direkt am Wasser neben einem alten Schuppen, der als Ziegenunterstand dient. Bei Regen klettert die kleine Horde in das antike Gerümpel des Schuppens: alte Pferdeschlitten, eine Wolltrommel, Weinfässer, Wagenräder und Holz-Gerätschaften, deren Verwendung mir unbekannt ist. Einen Antiquitätenhändler würde es in den Fingern jucken.
Sowohl die Vegetation mit ihren Agaven und Zwergpalmen als auch die Bebauung mit niedrigen weißen Häusern erinnert uns an Nordafrika. Fährt man aus der Halbwüstenlandschaft des Cabo de Gata-Parks hinaus, so kommt man automatisch in die Folienwüste aus kilometerweiten Gemüse-Anbauflächen. Hier wirkt die Landschaft vermüllt und auf einen einzigen Zweck reduziert.
Der Norden Europas kann so auch im Winter mit frischem Gemüse versorgt werden, doch der Preis ist hoch für die Menschen, die dort leben und arbeiten. Nachdenklich brechen wir wieder auf zu den Gipfeln der Sierra de Baza und den steinzeitlichen Felshöhlen.
Der Jagdpark Solana del Pino in Kastilien erscheint uns wie aus einer vergangenen Zeit, in der die Fürsten mit Erfolgsgarantie auf die Jagd gingen. Jedes Revier ist eingezäunt und das Wild so zahlreich, dass man garantiert keine Geduld braucht. Hier kommen uns plötzlich Busse entgegen, die sich die schmalen Serpentinen heraufquälen. Später lesen wir, dass hier eines der Hauptgebiete für die Wiederansiedlung des Luchses ist. Wo kein Zaun ist, da sind Grill/Picknick-Plätze, die jetzt am Freitagabend gut besucht sind: Gruppen von Familien verbringen hier ihren Feierabend. Wir bleiben für die Nacht außerhalb des Parks, wo die Berge überwiegend mit Kiefern aufgeforstet sind. Der Rosmarin scheint hier besonders intensiv zu schmecken.

Am nächsten Morgen kommt ein Rudel Rehe zum Frühstück, da wir an einem Bach stehen. Wie vom Hochsitz aus können wir in aller Ruhe die Tiere beobachten.

Nördlich von Madrid entdecken wir den Nationalpark Sierra de Guadarrama, ein Paradies für Kletterer und Wanderer. Für uns heißt es, noch einmal intensiv Sonne tanken, denn wir wissen, dass es im Süden Frankreichs schon winterlich sein wird. So wandern wir an einem Gebirgsbach entlang und bleiben spontan einen Tag länger.

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